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21. Spieltag FCK 3:0 SV Sandhausen Spielbericht

Gelungene Eigenwerbung: Tore, Stimmung, Fußball-Party

Gelungene Eigenwerbung: Tore, Stimmung, Fußball-Party

 

18.02.2017 - 12:30 Uhr

Der FCK feiert gegen Sandhausen ein kleines Fußballfest und der Betze-Anhang beweist: Auch wenn das Stadion überwiegend leer ist – die Stimmung kann trotzdem ausgelassen sein.

 

Wer hätte das gedacht? Der 1. FC Kaiserslautern kann noch souverän siegen – und wie! Mit 3:0 fegten die Roten Teufel den SV Sandhausen vom Platz. Dafür benötigte der FCK allerdings ein bisschen Anlaufzeit. Die Gäste dominierten zunächst, trafen nach ärgerlichem Ballverlust von Christoph Moritz mit einem Distanzschuss von Heimkehrer Denis Linsmayer nur den Außenpfosten (19.). Doch spätestens mit Jacques Zouas technisch anspruchsvollem Führungstor fast von der Seitenlinie (26.) übernahm der FCK die Kontrolle. Und abseits des Rasens begannen die offiziell 19.856 Zuschauer eine unbeschwerte Fußball-Party.

Dabei war es zunächst ein tristes Bild, welches das wieder einmal mehr als halbleere Fritz-Walter-Stadion bot: Erneut weniger als 20.000 Zuschauer, wie schon zwei Wochen zuvor gegen Würzburg. Der jüngste Auftritt in Düsseldorf (1:1) und die allgemeine Tabellensituation hatten offenbar keinen Anreiz gegeben, sich bei kalten Temperaturen auf den Betzenberg zu bewegen.

Umso mehr war das Heimspiel gegen den SVS Werbung in eigener Sache: Denn spätestens als Marcel Gaus rund zehn Minuten vor der Halbzeitpause den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (34.), gab es beim verbliebenen harten Kern kein Halten mehr: Laut, geschlossen und ausgelassen feierte der Betze-Anhang seine Mannschaft, verabschiedete die Männer in Rot später mit donnerndem Applaus in die Kabine.

Jeder gewonnene Zweikampf wird gefeiert

Das Stimmungsbild setzte sich so auch im zweiten Durchgang fort. Obwohl die Lautrer nach verlorener Platzwahl nun auf die gähnend leere Ostkurve zuspielen mussten, an deren Rand sich im Gästeblock knapp 500 Fans im Steh- und handgezählte sechs Anhänger im Sitzplatzbereich versammelt hatten. Ihre Anfeuerungsrufe waren zwar bemüht, allerdings drangen sie nur selten mal bis zu den Ohren der FCK-Fans im Westen vor. Dort wurden unterdessen noch zwei Spruchbänder gezeigt: Gegen die fragwürdigen Kollektivstrafen des DFB ("Morgen Dortmund, übermorgen wir?") sowie nachträglich zum Geburtstag von Horst Eckel ("Alles Gute, Ehrenspielführer").

Dass vom Gästeblock kaum was bei den FCK-Fans ankam, lag aber auch daran, dass diese nach dem Seitenwechsel ihre Party fortsetzten: Endlich erschallte mal wieder ein Wechselgesang mit der Südtribüne und gemeinsame Hüpfeinlagen brachten die Westkurve wie schon in der ersten Halbzeit ordentlich in Schwingung. Jeder Ballgewinn, jeder gewonnene Zweikampf der nun "leidenschaftlich verteidigenden Mannschaft" (Norbert Meier) wurde gefeiert. Die gegen Ende des Spiels gefahrenen Konter des FCK wurden mit viel, viel Rückenwind aus dem Westen begleitet.

Und war das ungläubige Staunen nach der vergebenen Chance von Kacper Przybylko und Sebastian Kerk noch so groß (77.) – auch Daniel Halfar hatte zuvor schon eine "Hundertprozentige" liegen lassen (33.) – brach es nur zwei Minuten später mit dem Schlusspunkt von Osayamen Osawe auch aus dem Letzten heraus (79.): 3:0, ein hochverdienter Sieg und drei Punkte mehr auf dem Konto sorgten für beste Stimmung.

Der Betzenberg wird wieder zur Bastion erklärt

Einen echten Gänsehaut-Moment gab es wenige Minuten vor dem Schlusspfiff, als unter großem Jubel das "Bastion Betzenberg"-Banner vor der Westkurve gehisst wurde. Nur Sekunden später wurde der Gegner seit gefühlt Jahrzehnten mal wieder mit weißen Taschentüchern nach Hause verabschiedet.

"Der FCK ist wieder da!" wurde von einem lauten "Oh wie ist das schön" abgelöst, während die Mannschaft nach dem Schlusspfiff ihre Ehrenrunde durch das Stadion drehte – und sich dann minutenlang, allen voran Matchwinner Jacques Zoua, feiern ließ.

Keine Frage: Nicht nur auf die Leistung und das Ergebnis, auch auf diese Atmosphäre lässt sich aufbauen. Das war ein gelungener Anreiz für mehr Zuschauer bei den nächsten Heimspielen!

 
20. Spieltag Fortuna Düsseldorf 1:1 FCK Spielbericht
Ein Tor, das kann so schön sein

Ein Tor, das kann so schön sein

 

11.02.2017 - 15:00 Uhr

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen: In Düsseldorf konnte der FCK mal wieder über eine Führung jubeln, aber am Ende reichte es doch nur für ein Unentschieden.

 

Was für eine Serie: Der 1. FC Kaiserslautern hat in neun der letzten zehn Spiele die erste Halbzeit mit 0:0 beendet. Einzige Ausnahme war die November-Partie in München, wo es zur Pause 1:1 stand.

 

Weil auch Lauterns Gegner Fortuna Düsseldorf zuletzt nicht von Endorphinen gesegnet war (kein eigenes Tor seit 473 Minuten), war es am Freitagabend geradezu eine Wohltat, als es in der zweiten Halbzeit doch noch etwas zu jubeln gab.

Top-Joker Glatzel lässt die FCK-Fans jubeln

Nach tor- und trostlosen 45 Minuten war es erneut der eingewechselte U23-Joker Robert Glatzel, der unter den mitgereisten FCK-Fans enthusiastischen Jubel entfachte und gleichzeitig Werbung in eigener Sache machte. Der Zaun wurde erklommen, Bierduschen regneten durch den Block, Spieler ebenso wie Fans lagen sich in den Armen. 1:0 für den FCK (53.)! Im Gegenzug verhinderten Julian Pollersbeck und die FCK-Abwehr im Kollektiv die erste Ausgleichschance für Düsseldorf, was im Gästeblock fast genauso wie ein Tor gefeiert wurde.

Die Freude hielt allerdings nicht lange, denn beide Mannschaften liefen nach diesem ungewohnten Ereignis erstmal wie aufgescheuchte Hühnerhaufen umher – und die Fortuna fand die bessere Lücke: Marcel Sobottka lenkte einen abgefälschten Fernschuss an Pollersbeck vorbei und sorgte damit wiederum für fast vergessene Glücksgefühle beim Fortuna-Anhang. Die Heimkurve zelebrierte den aus FCK-Sicht ungewollt schnellen Ausgleichstreffer zum 1:1 (59.).

Triste Kulisse im 54.000-Zuschauer-Stadion

F95 hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie der FCK: Zum Niemandsland-Duell gegen die Roten Teufel kamen nur noch 21.867 Zuschauer in die riesige Arena, wobei die 2.000 mitgereisten Lauternfans wenigstens noch für ein nicht ganz so tristes Bild sorgten. Die Düsseldorfer Ultras sind von der Ecke in die Mitte der Kurve umgezogen, haben aber Schwierigkeiten, gegen die leeren Tribünen und die sportliche Tristesse anzusingen. Im Gästeblock wurde unterdessen per Spruchband an den Zusammenhalt der Fußballfans nach dem Dortmund-Leipzig-Aufschrei appelliert ("Solidarität statt Spaltung") sowie Geburtstagskind Horst Eckel nochmals hochleben gelassen. Die Stimmung in beiden Kurven war zeitweise zwar wirklich gut, unter'm Strich fehlte dann aber doch die Würze.

Nachdem der Torlos-Knoten geplatzt war, entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch mit Chancen und Emotionen auf beiden Seiten. Die FCK-Abwehr hatte bei Pfostenschüssen der Rheinländer gleich zweifach Glück (55., 81.). Und auf der Gegenseite hätte beinahe Top-Joker Glatzel den Siegtreffer für Lautern erzielt, doch sein Ball wurde haarscharf von der Linie gekratzt (86.).

FCK-Fan sein heißt zurzeit bescheiden sein

So blieb es am Ende bei der irgendwie passenden Punkteteilung, die beiden Vereinen nicht wirklich weiterhilft. Wie Torschütze Glatzel fühlten sich deshalb auch viele Fans: "Es hätten eigentlich zwei Tore und drei Punkte sein sollen. Deswegen kann ich mich nicht ganz freuen." So halb freute man sich dann aber doch irgendwie, zumindest mal wieder eine Auswärtsführung (gab es erst zwei Mal in dieser Saison) und überhaupt ein Tor gesehen zu haben – FCK-Fan sein heißt zurzeit eben auch bescheiden sein.

Bitter für die Roten Teufel: Abwehrchef Ewerton musste mit Rückenproblemen ausgewechselt werden, womit sich zwei Tage nach Robin Koch (Muskelfaserriss) auch noch die zweite Stütze der "Abwehr aus Granit" verletzte. Bei beiden Innenverteidigern steht die prognostizierte Ausfalldauer noch nicht exakt fest.

Am kommenden Freitag (18:30 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) nährt sich das mühsame Betze-Eichhörnchen gegen Sandhausen weiter. Ein knapper Heimsieg, vielleicht sogar mit einem Tor in der ersten Halbzeit, wäre ja schon ganz schön.

 
19. Spieltag FCK 1:0 Würzburger Kickers Spielbericht
Der Matchwinner von der Bank

Der Matchwinner von der Bank

 

04.02.2017 - 13:00 Uhr

Gegen Würzburg sah am Freitagabend alles nach einem weiteren traurigen Kapitel in der FCK-Saison 2016/17 aus. Doch dann kam Robert Glatzel.

 

Er konnte es selbst kaum glauben: Die Augen weit aufgerissen, den Blick stolz gen Himmel gerichtet, sank Robert Glatzel zu Boden und ließ sich von seinen Mitspielern vor der ausflippenden Westkurve feiern. Sekundenbruchteile zuvor hatte der großgewachsene Stürmer, der bislang nur drei Kurzeinsätze in der Profimannschaft absolviert hatte, das 1:0-Siegtor erzielt.

Nur zwei Minuten vor seinem Schuss ins Glück hatte FCK-Coach Norbert Meier den 23-Jährigen auf das Feld geschickt. "Er hat mir gesagt, dass ich mir etwas zutrauen soll. Das Tor habe ich dann mit einem meiner ersten Ballkontakte gemacht, glaube ich", sagte Glatzel nach dem Spiel. "Seit ich hier hingekommen bin, habe ich davon geträumt, vor der Westkurve ein Tor zu schießen. Und dann auch noch so ein wichtiges. Das ist unbeschreiblich."

 

Dass das Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen die Würzburger Kickers mit solch einem Paukenschlag einen Höhepunkt finden sollte, war zuvor allerdings 80 Minuten lang nicht zu erahnen gewesen. Nach einer turbulenten Anfangsphase, in der zunächst die Gäste durch Rico Benatelli (4.) und dann der FCK durch Kacper Przybylko (12.) Großchancen hatten, pendelte sich die Partie auf einem mäßigen, schwachen Niveau ein.

Erst hörbare Pfiffe, dann ausgelassene Freude

Der FCK tat sich gegen die schnell und hoch herausschiebenden Gäste schwer. Das allerdings führte zu einer strittigen Szene, als der FCK mal die Chance hatte durchzubrechen. Daniel Halfar legte sich den Ball mit dem Kopf vor, wurde aber vom letzten Mann Clemens Schoppenhauer umgerissen. Über Rot hätte sich der Würzburger nicht beschweren dürfen – er bekam aber nur den Gelben Karton gezeigt (36.). So fehlte in den entscheidenden Momenten mal wieder das Glück, neben all den üblichen Problemen der bisherigen Saison: Abspielfehler und kaum Zug zum Tor.

Zur Halbzeitpause mischten sich deshalb in den zurückhaltenden Applaus der offiziell nur noch 19.943 Zuschauer auch einige unüberhörbare Pfiffe aus dem Lautrer Lager. Besser wurde das Spiel allerdings auch nach dem Seitenwechsel nicht und mit dem Spielverlauf sank die allgemeine Stimmungslage weiter nach unten. Die Westkurve, zu Beginn noch gut aufgelegt und nach dem vielversprechenden Auftritt in Hannover hoffnungsvoll, ließ sich vom zähen Spiel auf dem Rasen anstecken.

Ihr gegenüber standen rund 600 mitgereiste Würzburger Fans, die bei ihrer Pflichtspiel-Premiere im Fritz-Walter-Stadion einen ordentlichen Auftritt hinlegten, allerdings höchstens durch ihre lauten "Kickers! Kickers!"-Anfeuerungsrufe mal auf der Gegenseite zu hören waren. Optisch brachten die Unterfranken einige Fahnen und Zaunbeflaggung mit, womit sich der Emporkömmling FWK nahtlos in die Reihe der zahlreichen kleinen, aber engagierten Fangemeinden der 2. Bundesliga einreiht – noch vor wenigen Jahren hatten die Würzburger so viele Zuschauer bei Heimspielen wie jetzt im Gästeblock standen.

Der schönste Spielzug bringt das Siegtor

Allerdings bekam der Gäste-Anhang ebenfalls wenig von der eigenen Mannschaft zu sehen, ausgenommen eine kurze Drangphase Mitte der zweiten Hälfte. Die gefährlichste Szene entstand dabei durch zwei Lautrer: Ewerton fälschte einen Schuss aus kurzer Distanz ab und von den Händen des überraschten Julian Pollersbeck trudelte die Kugel Millimeter am Pfosten vorbei ins Aus.

Ein Raunen ging durch das Pfälzer Publikum, das immerhin kurz darauf noch einmal Mut schöpfte: Nach vielen Fehlpässen und misslungen Aktionen probierte es Rechtsverteidiger Phillipp Mwene, der noch in der ersten Hälfte einige schwache Szenen hatte, mit einem Sololauf, dribbelte sich in den Strafraum und zwang Robert Wulnikowski zu einer Parade (80.). Sofort war zu spüren, dass das die FCK-Fans doch schon mit wenig zufrieden sind – die Mannschaft wurde weiter nach vorne gebrüllt.

Den anschließenden Eckstoß konnten die Würzburger nur unzureichend klären und so kam es schließlich zum schönsten Spielzeug des ganzen Abends: Christoph Moritz bediente Sebastian Kerk, der von der Grundlinie zurück auf Kacper Przybylko legte und dessen Weiterleitung Robert Glatzel schließlich über die Linie drückte (81.).

Nur ein Gegentreffer in den letzten neun Heimspielen

Es war die erste FCK-Führung seit Anfang November (1:0 gegen Berlin). Und doch kann man die Lautrer Heimbilanz auch viel positiver lesen, als sie sich anfühlt: Zuhause gab es seit Mitte September kein Gegentor und keine Niederlage mehr, überhaupt kassierten Julian Pollersbeck und Co. in den letzten neun Heimspielen nur einen einzigen Gegentreffer. Katastrophal hingegen das Eckballverhältnis gegen Würzburg: drei zu zehn.

Weil Würzburg im Anschluss an den Glatzel-Treffer nicht mehr den Weg nach vorne fand, blieb es beim 1:0-Sieg und einer befreiten Jubelparty vor der Westkurve, die vor allem den Siegtorschützen feierte. Mit den drei Punkten klettern die Roten Teufel wieder auf Tabellenplatz 12 und können kurz durchschnaufen.

 
18. Spieltag Hannover 96 1:0 FCK Spielbericht
Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Eine Niederlage, die Hoffnung macht

 

31.01.2017 - 15:30 Uhr

Verloren, aber nicht chancenlos: Das Debüt von Norbert Meier hat den FCK-Fans Hoffnung auf eine bessere Rückrunde gemacht. Mehr Sorgen als das Spiel bereitet der Blick auf die Tabelle.

 

Montagabend, Hannover, Schneeregen: Rund 800 Fans des 1. FC Kaiserslautern machen sich mit einer 0:1-Niederlage bei Hannover 96 im Gepäck auf die Heimreise in den Südwesten. Enttäuscht, aber nicht hoffnungslos, denn sie haben eine gute Leistung ihrer Mannschaft gesehen.

 

Einmal mehr unter dem Motto "We don't like mondays" hatten die FCK-Fans die ersten Urlaubstage des neuen Jahres geopfert, um ihren Verein ins rund 460 Kilometer entfernte Hannover begleiten zu können. Im Niedersachsenstadion fanden sich insgesamt 28.800 Zuschauer ein, was auch für die 96er eine unterdurchschnittliche Kulisse bedeutete. Dementsprechend war auch die Atmosphäre im weiten Rund eher mittelmäßig: Die, die da waren, mühten sich redlich, aber an diesem verregneten Januar-Montag wollte kein großes Fußballfeeling aufkommen.

Eher mittelmäßige Stimmung bei vier Grad Celsius

Dabei war das Geschehen auf dem Platz durchaus stimmungsfördernd: Der neue FCK-Trainer Norbert Meier brachte gegenüber der letzten Partie in Nürnberg vier neue Spieler in die Startelf (Ziegler, Halfar, Kerk, Przybylko). Und der Außenseiter aus der Pfalz hielt gegen den nach der Tabellenführung greifenden Gegner von Beginn an gut mit. In einer kurzweiligen Partie kamen Kacper Przybylko und Osayamen Osawe zu ersten Gelegenheiten. Nach einem Foul an Sebastian Kerk hätte es zudem Elfmeter für die Roten Teufel geben können.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit war es dann aber doch das favorisierte Heimteam von Daniel Stendel, welches den Treffer des Tages erzielte. Erst stieg Patrick Ziegler nicht zum Kopfball hoch, dann klärte Robin Koch in die Mitte, wo Marcel Gaus zuerst einen Schritt nach vorne machte und deshalb nach hinten zu spät kam. So erschien plötzlich Hannovers Uffe Bech frei vor dem FCK-Tor und konnte in seinem ersten Startelf-Einsatz mühelos einschieben – 1:0 für 96 (49.). Fast im Gegenzug wäre der Ausgleich gefallen, was den Lärmpegel im Gästeblock noch mal deutlich anschwellen ließ, aber Christoph Moritz traf mit einem Fernschuss nur das Lattenkreuz. Pech für den FCK! Trotz weiterer Chancen durch Sebastian Kerk und Co. wollte den Roten Teufeln der Ausgleich nicht mehr gelingen.

Meier: "Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt"

"Möglichkeiten waren genügend da", konstatierte folglich auch FCK-Coach Meier nach dem Spiel. "Wir haben ein sehr, sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt." Das konnte auch sein Gegenüber Stendel nicht leugnen: "Wir hatten heute das Quäntchen Glück, das entscheidende Tor zu machen."

Der Blick auf die Tabelle trübt die guten Ansätze

Als nach dem Schlusspfiff das Fritz-Walter-Wetter in immer dichteren Schneeregen überging, verabschiedeten die FCK-Fans ihrer dreckverschmierten Kämpfer mit aufmunterndem Applaus. Doch während auf der anderen Seite die Hannoveraner die Tabelle und den errungenen Platz 1 feierten, wurde den Lautrern beim Blick auf selbige auch ein bisschen mulmig: Der FCK ist auf Platz 14 abgerutscht. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur noch drei Punkte und das bessere Torverhältnis.

Aber verzagen gilt nicht: Wenn das Meier-Team die guten Ansätze aus Hannover fortsetzt und die vorhandenen Chancen besser verwertet, wird es gegen die Würzburger Kickers (Freitag, 18:30 Uhr) auf jeden Fall den dringend benötigten Heimsieg geben. Die Roten Teufel können dafür jede Unterstützung gebrauchen!

 
17. Spieltag 1. FC Nürnberg 2 - 1 FCK Spielbericht
Déja-vu in Franken

Déja-vu in Franken

 

20.12.2016 - 14:30 Uhr

Der FCK verliert durch ein Last-Minute-Gegentor in Nürnberg – schon wieder. Somit endet das Jahr nach einer ernüchternden Hinrunde mit einer bitteren Note.

Es war kalt, um nicht zu sagen: saukalt. Im weiten Nürnberger Frankenstadion, das mit offiziell 24.406 Besuchern leider mehr leer als besetzt war, griff die Kälte um sich. Rund 1.500 Fans des 1. FC Kaiserslautern hatten sich im Gästeblock der Südkurve zusammengefunden. Sie unterstützten ihr Team laut, unermüdlich, energisch – und wurden doch enttäuscht. Denn wie schon neun Monate zuvor in der vergangenen Rückrunde gewann der 1. FC Nürnberg durch einen Treffer kurz vor Schluss mit 2:1.

Die Reaktion auf das Ergebnis, mit dem eine durchwachsene Hinrunde auf einer äußerst bitteren Note endete, fiel gemischt aus. Die einen klatschten, die anderen sangen, einige pfiffen und nicht wenige kehrten dem Spielfeld schnell den Rücken, das Weite suchend. Die Mannschaft stand währenddessen bedröppelt vor dem Gästeblock und bedankte sich für die Unterstützung in der letzten Partie des Jahres 2016.

Burgstaller zeigt: Ein Knipser macht den Unterschied

Das Spiel führte dem Lautrer Anhang noch einmal die Probleme der Hinrunde vor Augen: (zu) große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, ein Mittelfeld, das offensiv so gut wie gar nicht existiert, zwei Stürmer, die sich aufreiben, aber irgendwann auch die Lust verlieren, und eine Abwehr, die sich durch Unaufmerksamkeiten und Fehler um den Lohn bringt.

Auf die Stimmung wirkte sich das mit fortlaufender Spieldauer aus. Erst durch den ersten richtig gefährlichen Torabschluss durch den eingewechselten Max Dittgen meldete sich der rot-weiße Anhang, der sich einmal mehr hinter dem breiten "We don’t like Mondays"-Banner versammelt hatte, stimmgewaltig zurück. Als der Ausgleich durch Jacques Zoua gefallen war (78.), bestimmten die FCK-Fans das Geschehen auf den Rängen. Aufseiten der heimischen Nordkurve, die im ersten Durchgang vor allem durch ich lautgebrülltes "F-C-N" aufgefallen war, herrschte banges Abwarten – bis zur kalten Dusche für die Gäste kurz vor Schluss, als Guido Burgstaller mit seinem 14. Saisontreffer (!) eine Fehlerverkettung der Lautrer Defensive ausnutzte.

Im Übrigen der Beleg dafür, wie ein echter Knipser den Unterschied ausmachen kann. Denn auch der FCN präsentierte sich keineswegs stark und zielstrebig. Eine Punktteilung wäre wohl gerecht gewesen. Doch genau in solchen Momenten braucht eine Mannschaft einen echten Torjäger. Nürnberg hatte ihn, Kaiserslautern nicht.

Korkuts Hinrunden-Ziel ist verfehlt

Null Punkte in Franken also und ein verpatzter Jahresabschluss, durch den der FCK auch Tayfun Korkuts gesetztes Hinrunden-Ziel von mindestens 20 Punkten verfehlte. Entsprechend angesäuert resümierte der FCK-Trainer das Spiel, machte aber auch klar: "Wir sehen eine Entwicklung in der Mannschaft. Die jungen Spieler sind nun einige Spiele weiter." Auch Sportdirektor Stöver machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, stellte aber ebenfalls unmissverständlich klar: "Wir wollen unser Ziel erreichen: Das ist ein einstelliger Tabellenplatz." Dafür werden in der Rückrunde aber deutlich mehr als 19 oder 20 Punkte nötig sein.

Und jetzt? Das fragten sich nicht nur die vielen FCK-Anhänger, die sich am Montagabend enttäuscht auf die Heimreise begaben. In den Autos und Bussen machte sich ebenso wie in den Internetforen Ernüchterung breit, oft verbunden mit großer Enttäuschung.

Einmal mehr wird klar: Es ist ein verdammt weiter Weg, den der 1. FC Kaiserslautern zu gehen hat. Nach der Serie von sieben ungeschlagenen Spielen war der Niederlage ein echter Rückschlag. Ein sportlich oft enttäuschendes, nicht selten auch turbulentes Jahr endete damit kalt und ernüchtert.

 
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