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24. Spieltag FCK 1:1 1. FC Heidenheim Spielbericht
Meier macht's einfach

Meier macht's einfach

 

13.03.2017 - 13:00 Uhr

Der FCK rettet einen Punkt gegen Heidenheim. In einem eher schwachen Heimspiel setzt Trainer Meier mit zwei "Eingriffen" die erwähnenswertesten Akzente.

Bei schönem Fußballwetter beginnen auch die Zuschauerzahlen wieder zu steigen: Nachdem zuvor zweimal unter 20.000 kamen, waren es beim Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Heidenheim wieder offiziell 24.022 Besucher, die sich den Kick auf dem Betze geben wollten.

Allerdings: Was der FCK gegen die aggressiven und früh anlaufenden Gäste in den ersten 45 Minuten fabrizierte, war alles andere als Werbung in eigener Sache. Die Lautrer leisteten sich viele Abstimmungs- und Abspielfehler, was sich auch auf die Atmosphäre auswirkte: Gegen Ende der ersten Hälfte regierte gähnende Müdigkeit auf den Rängen. Einzig eine gute Kopfballchance von Robert Glatzel sorgte für ein bisschen Aufregung in einer ansonsten schwachen ersten Hälfte.

Meiers Taktik-Kniff: Doppelwechsel auf der Doppelsechs

Es musste etwas passieren. Offenbar sah das auch Norbert Meier so, der vor dem Spiel noch gefordert hatte, dass der Funke vom Rasen auf die Tribüne überspringen müsse. Er griff zu einer einigermaßen radikalen Maßnahme: Mit Marlon Frey und Patrick Ziegler wechselte der FCK-Coach seine Doppelsechs aus, beorderte stattdessen Robin Koch und Daniel Halfar ins Zentrum. "Manchmal, muss man ja wirklich fragen, ob ich sie noch alle habe, solche Wechsel zu veranstalten", beschrieb Meier mit einem Schuss Selbstironie seine wohl wichtigste Entscheidung am Sonntagnachmittag.

 

Die folgenden 45 Minuten gaben ihm jedoch Recht. Der FCK kam bissiger, griffiger und aggressiver aus der Kabine, hatte nach wenigen Momenten gleich eine erste Halb-Chance durch Robert Glatzel. Das Publikum honorierte den Aufschwung und machte spätestens nach Jacques Zouas Kopfball-Chance ordentlich Alarm. Und nach der folgenden Ecke und dem entstandenen Gewühl im Heidenheimer Strafraum war die Westkurve wieder endgültig da, so wie man sie braucht: Laut, wogend, anpeitschend. Hier ging doch noch was, oder?

Zunächst nicht, denn in der 66. Minute gingen die Gäste durch einen Kopfball von Arne Feick nach einer Ecke in Führung. Während der mit 400 sangesfreudigen Fans besetzte Gästeblock das erste und einzige Mal im ganzen Stadion zu vernehmen war, herrschte auf der gegenüberliegenden Seite lähmendes Entsetzen. Eine ungläubige Stille breitete sich aus, die in den Folgeminuten mehrmals umzuschlagen drohte.

Mannschaft und Fans wachen auf und erzwingen den Ausgleich

Denn der Geduldsfaden des Lautrer Publikums war nun sehr kurz. Bei jedem Fehlpass und jedem versprungenen Ball ging ein Stöhnen und Raunen durch das Stadion – und auch bei jedem Pfiff von Schiedsrichter Guido Winkmann. Der Unparteiische fand vor allem in der Schlussphase keine gute Linie in seinen Auslegungen und wurde mit entsprechenden wütenden Gesängen von der Westkurve bedacht.

Dass der Tag nicht in völligem Frust enden musste, lag am Aufbäumen der Hausherren. Denn in der 76. Minute erzwangen sie förmlich den Ausgleich durch ein Eigentor von Heidenheims Norman Theuerkauf. Spätestens jetzt war der FCK-Anhang auch wieder völlig da, voller Gier auf das zweite Tor der Roten Teufel – das jedoch nicht mehr fiel.

Dennoch erhielt die Mannschaft, nachdem der Schiedsrichter mit einem ordentlichen Pfeifkonzert verabschiedet wurde, lauten Applaus – und Norbert Meier griff ein weiteres Mal ein. Seine Spieler nämlich nahmen den Beifall aus der Westkurve zunächst eher verhalten entgegen, was den 58-Jährigen dazu veranlasste, seine Mannen gestenreich näher in Richtung der Fans zu dirigieren. Diese hätten durch ihre Reaktion schließlich gezeigt, dass sie mit dem Comeback nach dem Rückstand "zumindest vom Kämpferischen her zufrieden sind", so Meier. Der Trainer sorgte damit für einen versöhnlichen Abschluss des Spieltags und den nötigen Schulterschluss vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Schlusslicht Bielefeld.

 
23. Spieltag Dynamo Dresden 3:3 FCK Spielbericht
Wechselbad der Gefühle: Zwischen Tristesse und Euphorie

Wechselbad der Gefühle: Zwischen Tristesse und Euphorie

 

04.03.2017 - 16:00 Uhr

Der FCK nimmt einen Punkt aus Dresden mit und verhindert nach einer rasanten Partie den erneuten Blues beim Betze-Anhang.

Nein, der 1. FC Kaiserslautern macht es einem in dieser Saison nicht leicht: 30 Minuten hatten die Roten Teufel auswärts bei Dynamo Dresden alles im Griff. Dann gaben sie ihren Vorsprung jedoch aus der Hand, gerieten Minuten vor dem Schlusspfiff in Rückstand – um am Ende doch noch einen Punkt mitzunehmen.

Rund 1.000 FCK-Anhänger hatten die Auswärtsfahrt zum undankbaren Freitagabend-Termin auf sich genommen. Seit Jahren gilt der Trip nach Dresden als risikoreich, doch allen Schauermärchen sowie berechtigten und unberechtigten Sorgen zum Trotz: Die Fahrt zur SGD ist immer eine Reise wert, schon alleine aufgrund der überragenden Stimmung während des Spiels, von der sich mancher Erstligist gerne eine Scheibe abschneiden würde.

 

Der Gästeblock im Dresdner Stadion hatte nach dem durchwachsenen Saisonverlauf und ungünstiger Terminierung am oberen Rand die eine oder andere Lücke, was allerdings mit mehr als 150 Schwenkfahnen und einer breiten rot-weißen Umrandung an den Seitenzäunen wettgemacht wurde. Passend zu dieser vom Pfalz Inferno organisierten Aktion versammelte sich der Betze-Tross hinter einem großen Banner mit dem Motto "Olé Rot-Weiß".

Optisch war somit für den richtigen Rahmen gesorgt und auch akustisch erwischte der Lautrer Anhang zwar einen motivierten Tag, war im engen Dresdner Stadion aber nur selten mal bis zur gegenüberliegenden Seite zu hören.

Der FCK gibt einen Zwei-Tore-Rückstand aus der Hand

Das lag vor allem am Heimpublikum. Der K-Block präsentierte vor dem Anpfiff nicht nur seine altbekannte Dynamo-Dresden-Blockfahne, sondern während des gesamten Spiels auch einen brachial-lauten Support für die eigene Mannschaft. Nachdem in den Anfangsminuten noch der sächsische Rivale aus Aue, den die SGD kürzlich mit 4:1 deklassiert hatte, geschmäht wurde, richtete sich der Fokus des schwarzen-gelben Anhangs komplett auf das Spiel gegen den FCK und baute dabei auch auf Old-School-artige Mittel wie Trompetenklänge, die die Melodie der Fangesänge intonierten – etwas, was im modernen Fußball völlig verloren gegangen ist.

Selbst als der FCK durch Robert Glatzel schon mit zwei Toren in Führung lag (19., 27.), feuerten die SGD-Fans ihre Mannschaft beinahe ungerührt weiter an und pushten sie nach vorne – mit Erfolg. Denn noch vor der Pause gelang den Elbe-Städtern durch Tore von Manuel Konrad (32.) und Stefan Kutschke (45.+2) der Ausgleich. Letzterer traf vom Elfmeterpunkt, nachdem er von Ewerton umklammert wurde – eine harte, aber wohl vertretbare Entscheidung.

Umgekehrt zeigte sich die Lautrer Mannschaft davon allerdings nicht beeindruckt, kam aus der Pause deutlich stabiler und defensiv verbessert zurück, was mit fortlaufendem Spiel noch einmal den Gästeblock zu Höchstform auflaufen ließ. Die Mannschaft von Norbert Meier verstand es, nun nur noch wenig zuzulassen – konnte durch einen Moment der Unachtsamkeit allerdings auch nicht den Rückstand durch den zweiten Treffer von Kutschke verhindern (77.). 2:3 nach 2:0, die kalte Dusche für alle Roten Teufel.

Beinahe die Krönung in der Nachspielzeit

Bedröppelte Gesichter im Gästeblock, Freudentaumel im Rest des Stadions und ein Spiel, dessen Verlauf sich für den FCK spätestens jetzt wie ein heftiger Schlag in die Magengrube anfühlte. Mal wieder schien den Lautrer Fans nur die Wahl zwischen Selbstmitleid, Wut oder Resignation zu bleiben. Dann jedoch kam Dynamo-Schreck Kacper Przyblylko, der vor zweieinhalb Jahren mit Bielefeld (und Trainer Norbert Meier) den Abstieg der Dresdner besiegelt hatte: Der Deutsch-Pole traf mit einer wuchtigen Direktabnahme auf Zuspiel von Marcel Gaus drei Minuten vor dem Ende zum 3:3-Ausgleich und stürzte den Gästeanhang in ungeahnte Jubelstürme. "Auf geht's Lautern schieß ein Tor", schallte nun durch das Dynamo-Stadion und beinahe wären die Betze-Jungs dem Wunsch nachgekommen! In der Nachspielzeit fiel Glatzels dritter Treffer zum vermeintlich eskalierenden 4:3 für den FCK, doch Schiedsrichter Robert Hartmann verweigerte diesem wegen Abseits die Anerkennung.

So blieb es beim unter dem Strich verdienten 3:3, auch wenn sich der FCK nach der Zwei-Tore-Führung definitiv mehr erhofft hatte. Den endgültigen Schritt weg von Abstiegszone machten die Pfälzer damit auch erneut nicht, ein Punktgewinn für die Moral, wie es Julian Pollersbeck formulierte, war das Zustandekommen des Remis aber trotzdem. Entsprechend lange und aufmunternd wurde die Lautrer Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit Beifall bedacht, ehe sich die mitgereisten FCK-Fans auf die weite Rückfahrt in die Pfalz machten oder das Wochenende noch in "Elbflorenz" ausklingen ließen.

 
22. Spieltag VfB Stuttgart 2:0 FCK Spielbericht
Eine Nummer zu groß

Eine Nummer zu groß

 

26.02.2017 - 23:48 Uhr

50.000 Zuschauer und das Duell zweier Traditionsklubs: Der FCK-Gastspiel in Stuttgart machte Lust auf mehr. Allerdings ist es für die Roten Teufel noch immer ein weiter Weg zurück auf die große Bühne.

 

Das Neckarstadion Stuttgart surrte. 52.100 Zuschauer waren in die mittlerweile umgebaute WM-Arena am Cannstatter Wasen gekommen und verbreiteten schon vor dem Anpfiff eine fantastische Atmosphäre. Da waren auf der einen Seite die Fans des VfB Stuttgart, beflügelt von der Tabellenführung und den Wiederaufstieg vor Augen. Ihnen gegenüber stand eine stattliche Zahl von mitgereisten Anhängern des 1. FC Kaiserslautern, die nicht nur den Gästeblock, sondern auch die angrenzenden Sitzreihen füllten: 5.000 hatten sich auf den Weg aus der Pfalz nach Württemberg gemacht.

 

In den ersten Minuten warfen sich beide Lager wie schon im Hinspiel die Fangesänge hin und her und sorgten so für eine wahrlich bundesligareife Atmosphäre. Auch das überschaubare Treiben auf dem Rasen tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Weil beide Mannschaften bis zur Halbzeitpause wenig Gesprächsstoff boten (die auf der Anzeigetafel eingespielten "Highlights" beschränkten sich auf eine von Tim Heubach per Flugkopfball geklärte Flanke), befassten sich die Anhänger mit anderen Themen. In Bezug auf die jüngsten Vorgänge rund um die Südtribünen-Sperre in Dortmund zeigte die Cannstatter Kurve ein Doppel-Spruchband mit scharfer Kritik am DFB und erntete dafür sogar von den gegnerischen Fans Applaus: "Gekaufte WM, korrupte Funktionäre, irrsinnige Strafen... und ihr sprecht vom Aufstand der Anständigen? DFB und Co.: Hört auf zu heucheln und sperrt euch endlich selbst aus!"

Teroddes Torriecher ist Wettbewerbsverzerrung

Bei den FCK-Fans war es rund zehn Minuten nach dem Wiederbeginn allerdings mit der guten Laune schnell vorbei. Denn der VfB, bei dem der Ex-Lautrer Jean Zimmer in der Startelf stand, drängte nun stärker auf die Führung und erzielte diese wie schon im Hinspiel durch – na klar – Simon Terodde (58.). Der Stürmer, der vor ein paar Jahren auch mal mit dem FCK in Verbindung gebracht wurde, bestach einmal mehr durch seinen unvergleichbaren Torriecher, der in der zweiten Liga schon fast Wettbewerbsverzerrung gleichkommt. Zudem beweist der ehemalige Bochumer und Unioner Mentalität: Trotz Verdacht auf Nasenbruch, den er sich in der ersten Hälfte bei einem Zweikampf mit Ewerton zugezogen hatte, spielte er weiter.

Die richtige Mentalität ließ auch der FCK erahnen, trotzdem fiel der Meier-Elf in der Folge keine passende Antwort ein. Das lag auch am Ausfall von Jacques Zoua, der mit muskulären Problemen in der Kabine geblieben war und somit als wichtiger Spieler und Anspielstation im Sturm fehlte. So sehr sich beide Seiten auf den Rängen auf Augenhöhe begegneten – auf dem Platz galt das mit fortlaufendem Spiel immer weniger.

Trotzreaktion auf den Rängen und ein Gruß vom Ex-Lautrer

Was folgte? Eine Trotzreaktion, zumindest im Gästeblock. Denn unterstützt von einer kleinen Drangphase der Lautrer, allen voran mit dem eingewechselten Robert Glatzel, machte der Gästeanhang noch einmal ordentlich Alarm. Beschienen von der Februar-Sonne feierte sich der Betze-Tross einfach selbst und bei nicht Wenigen wuchs mal wieder die Sehnsucht nach mehr Spielen in solch großem, stimmungsvollem Rahmen. Doch wer das Spiel der Lautrer gesehen hat, weiß, dass es noch ein langer Weg dorthin ist – trotz passabler Ansätze offensiv wie defensiv.

Berkay Öczans Treffer zum 0:2 (87.), gleichzeitig der Endstand, war letztlich nur noch Makulatur. Keine Frage: Für den FCK bleibt der Spitzenreiter Stuttgart in dieser Saison noch eine Nummer zu groß. Deshalb verabschiedete das Pfälzer Publikum die Mannschaft mit aufmunterndem Applaus – und feierte auch einen Stuttgarter: Jean Zimmer. Der Rechtsverteidiger, der bei seinem neuen Klub noch nicht so recht angekommen ist und noch um Akzeptanz und Konstanz kämpft, grinste in Richtung seiner ehemaligen Fans und bekam ebenfalls Beifall geschenkt. Ein netter Abschluss eines aus sportlicher Sicht zwar nicht erfolgreichen, aber doch unterhaltsamen Nachmittags.

 
21. Spieltag FCK 3:0 SV Sandhausen Spielbericht

Gelungene Eigenwerbung: Tore, Stimmung, Fußball-Party

Gelungene Eigenwerbung: Tore, Stimmung, Fußball-Party

 

18.02.2017 - 12:30 Uhr

Der FCK feiert gegen Sandhausen ein kleines Fußballfest und der Betze-Anhang beweist: Auch wenn das Stadion überwiegend leer ist – die Stimmung kann trotzdem ausgelassen sein.

 

Wer hätte das gedacht? Der 1. FC Kaiserslautern kann noch souverän siegen – und wie! Mit 3:0 fegten die Roten Teufel den SV Sandhausen vom Platz. Dafür benötigte der FCK allerdings ein bisschen Anlaufzeit. Die Gäste dominierten zunächst, trafen nach ärgerlichem Ballverlust von Christoph Moritz mit einem Distanzschuss von Heimkehrer Denis Linsmayer nur den Außenpfosten (19.). Doch spätestens mit Jacques Zouas technisch anspruchsvollem Führungstor fast von der Seitenlinie (26.) übernahm der FCK die Kontrolle. Und abseits des Rasens begannen die offiziell 19.856 Zuschauer eine unbeschwerte Fußball-Party.

Dabei war es zunächst ein tristes Bild, welches das wieder einmal mehr als halbleere Fritz-Walter-Stadion bot: Erneut weniger als 20.000 Zuschauer, wie schon zwei Wochen zuvor gegen Würzburg. Der jüngste Auftritt in Düsseldorf (1:1) und die allgemeine Tabellensituation hatten offenbar keinen Anreiz gegeben, sich bei kalten Temperaturen auf den Betzenberg zu bewegen.

Umso mehr war das Heimspiel gegen den SVS Werbung in eigener Sache: Denn spätestens als Marcel Gaus rund zehn Minuten vor der Halbzeitpause den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (34.), gab es beim verbliebenen harten Kern kein Halten mehr: Laut, geschlossen und ausgelassen feierte der Betze-Anhang seine Mannschaft, verabschiedete die Männer in Rot später mit donnerndem Applaus in die Kabine.

Jeder gewonnene Zweikampf wird gefeiert

Das Stimmungsbild setzte sich so auch im zweiten Durchgang fort. Obwohl die Lautrer nach verlorener Platzwahl nun auf die gähnend leere Ostkurve zuspielen mussten, an deren Rand sich im Gästeblock knapp 500 Fans im Steh- und handgezählte sechs Anhänger im Sitzplatzbereich versammelt hatten. Ihre Anfeuerungsrufe waren zwar bemüht, allerdings drangen sie nur selten mal bis zu den Ohren der FCK-Fans im Westen vor. Dort wurden unterdessen noch zwei Spruchbänder gezeigt: Gegen die fragwürdigen Kollektivstrafen des DFB ("Morgen Dortmund, übermorgen wir?") sowie nachträglich zum Geburtstag von Horst Eckel ("Alles Gute, Ehrenspielführer").

Dass vom Gästeblock kaum was bei den FCK-Fans ankam, lag aber auch daran, dass diese nach dem Seitenwechsel ihre Party fortsetzten: Endlich erschallte mal wieder ein Wechselgesang mit der Südtribüne und gemeinsame Hüpfeinlagen brachten die Westkurve wie schon in der ersten Halbzeit ordentlich in Schwingung. Jeder Ballgewinn, jeder gewonnene Zweikampf der nun "leidenschaftlich verteidigenden Mannschaft" (Norbert Meier) wurde gefeiert. Die gegen Ende des Spiels gefahrenen Konter des FCK wurden mit viel, viel Rückenwind aus dem Westen begleitet.

Und war das ungläubige Staunen nach der vergebenen Chance von Kacper Przybylko und Sebastian Kerk noch so groß (77.) – auch Daniel Halfar hatte zuvor schon eine "Hundertprozentige" liegen lassen (33.) – brach es nur zwei Minuten später mit dem Schlusspunkt von Osayamen Osawe auch aus dem Letzten heraus (79.): 3:0, ein hochverdienter Sieg und drei Punkte mehr auf dem Konto sorgten für beste Stimmung.

Der Betzenberg wird wieder zur Bastion erklärt

Einen echten Gänsehaut-Moment gab es wenige Minuten vor dem Schlusspfiff, als unter großem Jubel das "Bastion Betzenberg"-Banner vor der Westkurve gehisst wurde. Nur Sekunden später wurde der Gegner seit gefühlt Jahrzehnten mal wieder mit weißen Taschentüchern nach Hause verabschiedet.

"Der FCK ist wieder da!" wurde von einem lauten "Oh wie ist das schön" abgelöst, während die Mannschaft nach dem Schlusspfiff ihre Ehrenrunde durch das Stadion drehte – und sich dann minutenlang, allen voran Matchwinner Jacques Zoua, feiern ließ.

Keine Frage: Nicht nur auf die Leistung und das Ergebnis, auch auf diese Atmosphäre lässt sich aufbauen. Das war ein gelungener Anreiz für mehr Zuschauer bei den nächsten Heimspielen!

 
20. Spieltag Fortuna Düsseldorf 1:1 FCK Spielbericht
Ein Tor, das kann so schön sein

Ein Tor, das kann so schön sein

 

11.02.2017 - 15:00 Uhr

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen: In Düsseldorf konnte der FCK mal wieder über eine Führung jubeln, aber am Ende reichte es doch nur für ein Unentschieden.

 

Was für eine Serie: Der 1. FC Kaiserslautern hat in neun der letzten zehn Spiele die erste Halbzeit mit 0:0 beendet. Einzige Ausnahme war die November-Partie in München, wo es zur Pause 1:1 stand.

 

Weil auch Lauterns Gegner Fortuna Düsseldorf zuletzt nicht von Endorphinen gesegnet war (kein eigenes Tor seit 473 Minuten), war es am Freitagabend geradezu eine Wohltat, als es in der zweiten Halbzeit doch noch etwas zu jubeln gab.

Top-Joker Glatzel lässt die FCK-Fans jubeln

Nach tor- und trostlosen 45 Minuten war es erneut der eingewechselte U23-Joker Robert Glatzel, der unter den mitgereisten FCK-Fans enthusiastischen Jubel entfachte und gleichzeitig Werbung in eigener Sache machte. Der Zaun wurde erklommen, Bierduschen regneten durch den Block, Spieler ebenso wie Fans lagen sich in den Armen. 1:0 für den FCK (53.)! Im Gegenzug verhinderten Julian Pollersbeck und die FCK-Abwehr im Kollektiv die erste Ausgleichschance für Düsseldorf, was im Gästeblock fast genauso wie ein Tor gefeiert wurde.

Die Freude hielt allerdings nicht lange, denn beide Mannschaften liefen nach diesem ungewohnten Ereignis erstmal wie aufgescheuchte Hühnerhaufen umher – und die Fortuna fand die bessere Lücke: Marcel Sobottka lenkte einen abgefälschten Fernschuss an Pollersbeck vorbei und sorgte damit wiederum für fast vergessene Glücksgefühle beim Fortuna-Anhang. Die Heimkurve zelebrierte den aus FCK-Sicht ungewollt schnellen Ausgleichstreffer zum 1:1 (59.).

Triste Kulisse im 54.000-Zuschauer-Stadion

F95 hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie der FCK: Zum Niemandsland-Duell gegen die Roten Teufel kamen nur noch 21.867 Zuschauer in die riesige Arena, wobei die 2.000 mitgereisten Lauternfans wenigstens noch für ein nicht ganz so tristes Bild sorgten. Die Düsseldorfer Ultras sind von der Ecke in die Mitte der Kurve umgezogen, haben aber Schwierigkeiten, gegen die leeren Tribünen und die sportliche Tristesse anzusingen. Im Gästeblock wurde unterdessen per Spruchband an den Zusammenhalt der Fußballfans nach dem Dortmund-Leipzig-Aufschrei appelliert ("Solidarität statt Spaltung") sowie Geburtstagskind Horst Eckel nochmals hochleben gelassen. Die Stimmung in beiden Kurven war zeitweise zwar wirklich gut, unter'm Strich fehlte dann aber doch die Würze.

Nachdem der Torlos-Knoten geplatzt war, entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch mit Chancen und Emotionen auf beiden Seiten. Die FCK-Abwehr hatte bei Pfostenschüssen der Rheinländer gleich zweifach Glück (55., 81.). Und auf der Gegenseite hätte beinahe Top-Joker Glatzel den Siegtreffer für Lautern erzielt, doch sein Ball wurde haarscharf von der Linie gekratzt (86.).

FCK-Fan sein heißt zurzeit bescheiden sein

So blieb es am Ende bei der irgendwie passenden Punkteteilung, die beiden Vereinen nicht wirklich weiterhilft. Wie Torschütze Glatzel fühlten sich deshalb auch viele Fans: "Es hätten eigentlich zwei Tore und drei Punkte sein sollen. Deswegen kann ich mich nicht ganz freuen." So halb freute man sich dann aber doch irgendwie, zumindest mal wieder eine Auswärtsführung (gab es erst zwei Mal in dieser Saison) und überhaupt ein Tor gesehen zu haben – FCK-Fan sein heißt zurzeit eben auch bescheiden sein.

Bitter für die Roten Teufel: Abwehrchef Ewerton musste mit Rückenproblemen ausgewechselt werden, womit sich zwei Tage nach Robin Koch (Muskelfaserriss) auch noch die zweite Stütze der "Abwehr aus Granit" verletzte. Bei beiden Innenverteidigern steht die prognostizierte Ausfalldauer noch nicht exakt fest.

Am kommenden Freitag (18:30 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) nährt sich das mühsame Betze-Eichhörnchen gegen Sandhausen weiter. Ein knapper Heimsieg, vielleicht sogar mit einem Tor in der ersten Halbzeit, wäre ja schon ganz schön.

 
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