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12. Spieltag FCK 4 - 1 Erzgebirge Aue

Kaiserslautern springt auf Rang zwei - Aue bleibt 13.

Baumjohanns Fallrückzieher bringt drei Punkte

In einer intensiven und spannenden Partie setzte sich der 1. FC Kaiserslautern verdient mit 4:1 (2:1) gegen Erzgebirge Aue durch und kletterte auf einen direkten Aufstiegsplatz. Vor allem Baumjohann drückte dem Spiel seinen Stempel auf, erzielte zwei Tore - eines davon traumhaft - und legte ein weiteres auf. Die Veilchen verloren nicht nur die Punkte, sondern auch ihren Stürmer Sylvestr.

Kaiserslauterns Trainer Franco Foda tauschte im Vergleich zur 0:4-Pokal-Pleite bei den Bayern auf zwei Positionen: Linsmayer und Zuck durften für Hajri und Bugera von Beginn an ran.

Aues Coach Karsten Baumann änderte seine Startelf nach der 0:2-Pokal-Niederlage in Mainz, nahm Savran heraus und brachte dafür Schröder. Das angeschlagene Innenverteidiger-Duo Nickenig (Schlag aufs Knie) und Kapitän Klingbeil (Meniskuseinriss) biss auf die Zähne und konnten spielen.

Zucks Direktabnahme bringt die Führung

1. FC Kaiserslautern - FC Erzgebirge Aue
Während der FCK das 1:0 durch Zuck bejubelt, können es die Auer Männel (li.) und Nickenig (re.) nicht fassen.
© picture allianceZoomansicht

Lautern und Aue verzichteten auf eine Abtastphase und legten gleich munter los. In einer intensiven Anfangsviertelstunde verzeichneten die Roten Teufel schon früh erste Chancen: Idrissous Kopfball (1.) und Baumjohanns Distanzschuss (5.) rauschten nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auf der anderen Seite tankte sich Veilchen-Stürmer Sylvestr in den Strafraum und ging im Zweikampf mit Heintz zu Boden (7.). Schiedsrichter Robert Hartmann ließ weiterlaufen, eine vertretbare Entscheidung, die für den FC Erzgebirge gleich doppelt bitter wurde. Im Gegenzug konterte der FCK: Dick flankte von rechts auf den ersten Pfosten, wo Zuck den Ball über den linken Spann rutschen ließ, von wo die Kugel im Tor einschlug (7.).

Männel pariert - Hochscheidt trifft

In der Folge nahm die Partie weiter Fahrt auf. Die Zweikämpfführung wurde energischer, das Spiel hektischer. Die Roten Teufel drängten indes auf den zweiten Treffer und hatten nach feinen Kombinationen gute Einschussmöglichkeiten durch Idrissou (10.) und Zuck (12.). Diese wurden jeweils von Aues Torwart Männel sehenswert pariert. Diese mangelnde Chancenauswertung sollte sich dann rächen: Mit dem ersten wirklich gefährlichen Abschluss gelang dem FC Erzgebirge der Ausgleich: Müller flankte vom rechten Flügel, in der Mitte setzte sich Hochscheidt im Luftkampf gegen Dick durch und köpfte aus sechs Metern ein (24.).

Traumtor zum 2:1

Alexander Baumjohann, Mo Idrissou & Oliver Schröder
Nach seinem Fallrückzieher-Tor dreht Baumjohann (li.) jubelnd ab. Idrissou (Mitte) freut sich mit. Schröder (re.) ist bedient.
© Getty Images

Auch im weiteren Verlauf blieb die Partie absolut kurzweilig und spannend. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe. Vor allem aber die Pfälzer sorgten mit blitzschnellen Angriffen immer wieder für Gefahr. Zuck servierte einen Sahnepass in den Lauf von Baujohann, dessen Schuss gerade noch so von Schlitte geklärt wurde. Der Ball flog kerzengerade nach oben und Baumjohann fing das Zaubern an: Via Fallrückzieher traf der Spielmacher aus 14 Metern ins lange Eck - 2:1 (36.)

Aue: Gefahr nur nach Standards

Nach dem Seitenwechsel ging es schwungvoll weiter. Die Sachsen verzeichneten keine Zeigerumdrehung nach dem Wiederanpfiff die beste Chance: Hensel köpfte einen Hochscheidt-Freistoß nur Zentimeter neben den Pfosten (46.). Auch im Anschluss konnten die Veilchen fast ausschließlich durch Standardsituationen für Gefahr sorgen. Aus dem Spiel heraus konnte der FC Erzgebirge nur selten für Durchschlagskraft sorgen. Das Sturm-Duo König/Sylvestr hing die meiste Zeit in der Luft.

Kaiserslautern blieb seiner taktischen Marschroute treu, ließ die Kugel in den eigenen Reihen laufen und kam dann immer wieder blitzartig mit schnellen Vorstößen vor das Tor. Zellner traf nur das Außennetz (53.) und Fortounis Distanzschuss wurde von Männel entschärft (60.).

Als die Partie Mitte der zweiten Halbzeit abzuflachen drohte, brachte Baumann mit Savran (69.) einen zusätzlichen Stürmer und mit Munteanu (73.) einen offensiven Mittelfeldspieler. Das sollte den lahmenden Angriff neues Leben einhauchen. Mit Erfolg: Die Sachsen drängten nun auf den Ausgleich, die Pfälzer wurden immer passiver.

Die Entscheidung binnen zwei Minuten

Doch statt das 2:2 zu erzielen, rannten die Auer in einen Konter: Idrissou führte einen Freistoß schnell aus und schickte Baumjohann auf die Reise. Der Spielmacher tunnelte Männel zum 3:1 (79.). Daraufhin zeigte Sylvestr dem Schiedsrichter den Scheibenwischer und flog mit glatt Rot vom Platz. Auch sein Trainer wurde wegen Meckerns auf die Tribüne verbannt (79.). Der FCK fackelte daraufhin nicht lange und markierte nur zwei Minuten nach dem 3:1 die Entscheidung: Wieder war es Baumjohann, der einen genialen Pass in die Schnittstelle der Gäste-Viererkette spielte und Idrissou fand. Der Sturmtank schob locker zum 4:1-Endstand ein (81.). Damit war das Spiel gelaufen.

Für Kaiserslautern geht es am Samstag (13 Uhr) beim SC Paderborn weiter. Bereits am Freitag (18 Uhr) hat Aue ein Heimspiel gegen den Spitzenreiter Eintracht Braunschweig.

 
2. Runde im DFB - Pokal FCB 4 - 0 FCK

FCB wirft FCK schon wieder raus - Lauterns Serie gerissen

Pizarro und Robben machen's jeweils doppelt

Viele Serien fanden in München ihr Ende, so auch die Serie des 1. FC Kaiserlautern, der beim runderneuerten FC Bayern die erste Pflichtspielniederlage der laufenden Saison kassierte. In einem über weite Strecken recht einseitigen Spiel dominierten die Münchner das Geschehen und ließen zu keiner Zeit einen Zweifel daran, dass sie den Rasen als Sieger verlassen würden. Der FCK wartet somit seit dem 1. August 1997 auf einen Sieg in München und schied nach 1997, 2002, 2003 und 2006 zum fünften Mal im Pokal gegen den Rekordmeister aus.

Pizarro, Robben, Shaqiri, Can und Alaba (v.li.) beim Torjubel
Bayerischer "B-Jubel": Pizarro, Robben, Shaqiri, Can und Alaba (v.li.) beim Torjubel.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayerns Trainer Jupp Heynckes nutzte die Chance, um einigen Stammspielern eine Verschnaufpause zu gönnen und zugleich anderen Akteuren seiner Mannschaft Spielpraxis zu verschaffen. Nur Boateng und Alaba standen auch bei der 1:2-Pleite gegen Leverkusen in der Startelf der Münchner. Die "B-Elf" der Bayern war aber gewiss nicht zu verachten, tummelten sich doch Robben, Javi Martinez, Pizarro oder Shaqiri in ihr.

Auf der anderen Seite beließ es Kaiserslauterns Coach Franco Foda im Vergleich zum 3:3-Remis in Köln bei drei Änderungen: Hajri, Torrejon und Bugera spielten für Abel, Linsmayer und Borysiuk, der sich im Training verletzt hatte und somit den Pokal-Kracher verpasste.

Naturgemäß ergriffen die Bayern von Beginn an die Initiative. Der FCB erspielte sich rasch klare Feldvorteile und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Die neuformierten Münchner offenbarten zunächst aber auch einige Abstimmungsprobleme im Passspiel.

Genau darin sahen die Pfälzer ihre Chance. Der FCK agierte aus einer stabilen Deckung heraus, schaltete nach Ballgewinn blitzschnell um und setzte oft auf lange Bälle als probates Mittel. Idrissou war dafür ein geeigneter Abnehmer, der bullige Kameruner wusste die bayerische Abwehr durchaus zu beschäftigen. In der achten Minute war es dann auch Idrissou, der die erste gute Chance des Spiels hatte - der 32-Jährige schoss jedoch drüber.

Kurz darauf schlug der Favorit aber zu: Robben nahm einen langen Ball gekonnt an und bediente sehenswert den startenden Pizarro, der sicher ins lange Eck vollendete (11.). Das Tor gab den Bayern weitere Sicherheit. Die Münchner ließen den Ball fortan gut zirkulieren und überzeugen durch gefälliges Kombinationsspiel. Nur mit der Zielstrebigkeit hatte es der Rekordmeister, der über 70 Prozent Ballbesitz hatte, nicht so. Shaqiri (20.), Alaba per Freistoß (24.) und Can (25.) verpassten es nachzulegen. Deshalb blieb es eine vom Resultat her enge Angelegenheit.

FCB-Doppelpack macht alles klar

Die "Roten Teufel" hatten zwar weniger Spielanteile, sorgten über Fernschüsse aber immer mal wieder für Entlastung - Zellner hatte zudem Riesenpech, als er am rechten Außenpfosten scheiterte (26.). Das war aber auch schon fast alles im ersten Durchgang, der in der Folge deutlich an Fahrt verlor. Die Bayern drosselten das Tempo und beschränkten sich aufs Nötigste, während die Pfälzer weiterhin primär auf eine stabile Deckung aus waren. Weil Shaqiris Freistoß knapp drüber ging (31.) und Alaba gegen Sippel den Kürzeren zog (44.), blieb es beim 1:0-Pausenstand.

Kurz nach dem Seitenwechsel stellten die Gastgeber die Weichen endgültig auf Sieg: Jessens zu mittige Kopfballabwehr landete bei Pizarro, der das Auge für Robben hatte - 2:0. Kurz darauf hätte Idrissou es doch wieder spannender gestalten können, allerdings hatte der Kameruner Pech, dass sein Zuspiel bei einer Zwei-gegen-Zwei-Situation Bugera nicht mehr erreichte (53.). So kam es, wie es kommen musste - die Münchner machten das 3:0 und entschieden die Partie endgültig: Bei Shaqiris Freistoßflanke von links stieg Pizarro am höchsten und köpfte aus kurzer Distanz ein (58.).

Bayerns Robben gegen Jessen und Heintz (re.)
Umrahmt: Bayerns Robben gegen Jessen und Heintz (re.).
© picture alliance

Die Entscheidung war gefallen. Die Pfälzer machten nicht mehr den Eindruck, als ob sie noch an eine Wende glauben würden, und ergaben sich offensichtlich in ihr Schicksal. Die Lauterer stellten ihre Angriffsbemühungen zwar nicht zur Gänze ein, allerdings gingen sie auch nicht das letzte Risiko. Die Bayern hatten folglich keine große Mühe, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Weniger erfreulich erging es allerdings Rafinha, der elf Minuten vor Schluss äußerst unglücklich auf die linke Schulter fiel und danach verletzt ausgewechselt werden musste. Heynckes brachte den 18-Jährigen Weiser, der so zu seinem Pflichtspieldebüt beim FCB kam und dann noch das 4:0 bejubeln durfte: Etwas glücklich bediente Pizarro bei einem Konter Robben, der den Endstand markierte (88.).

Die Münchner sind am kommenden Samstag im Topspiel (18.30 Uhr) in Hamburg gefordert, Kaiserslautern empfängt am Montag darauf Erzgebirge Aue (20.15 Uhr).

 
5. Spieltag FCK 2 - 1 MSV Duisburg

Duisburg weiter ohne Punkte

Zuck und Azaouagh besiegen den Heimkomplex

Der 1. FC Kaiserslautern hat seit knapp einem Jahr wieder ein Heispiel gewonnen. Gegen Tabellenschlusslicht MSV Duisburg setzte es einen 2:1 (1:0)-Heimsieg. Während die Roten Teufel ihren Heimfluch beenden konnten, geht die schwarze Serie der Zebras weiter: Auch im fünften Spiel konnten die Meidericher noch keinen einzigen Punkt ergattern. Unter dem neuen Trainer Kosta Runjaic zeigte man sich immerhin stark verbessert.

Kaiserslauterns Trainer Franco Foda musste nach dem 3:1-Sieg bei Dynamo Dresden auf seinen Flügelflitzer Fortounis verzichten. Der Grieche zog sich im Länderspiel gegen Litauen (2:0) eine Fleischwunde am Oberschenkel zu. Für ihn durfte Zuck im rechten Mittelfeld ran. Außerdem erhielt Torrejon den Vorzug vor Abel in der Innenverteidigung.

Duisburgs neuer Cheftrainer Kosta Runjaic feierte seinen Pflichtspieleinstand und wirbelte die Zebra-Startelf gehörig durcheinander. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage bei 1860 München änderte sich das Gesicht der Mannschaft auf sechs Positionen: Lachheb, Hoffmann, Brosinski, Domovchiyski, Exslager und Baljak rutschten für Bomheuer, Öztürk, Kastrati, da Silva, Brandy und Jovanovic in die Startelf.

Zebras starten stark

Hendrick Zuck
Hendrick Zuck ist auf und davon und schiebt zur 1:0-Führung ein.
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Runjaic hatte den Zebras in der Länderspielpause eine neue taktische Marschroute eingeimpft. Der MSV spielte sehr aggressiv gegen den Ball und stand deutlich höher als zuletzt. In der Anfangsphase hatten die Duisburger deutlich mehr vom Spiel, generierten viele Ballkontakte und näherten sich dem gegnerischen Tor immer mehr an. Die erste Chance hatte Baljak, der nach einer Kopfball-Rückgabe von Hoffmann innerhalb des Strafraums zum Abschluss kam. Sippel konnte den zentral platzierten Schuss aber parieren (5.).

Auch in der Folge kam Kaiserslautern kaum zur Entfaltung und schaffte es nicht, sich dem Strafraum anzunähern. Stattdessen hielten die Gäste das Heft des Handelns in der Hand und operierten immer wieder mit langen oder steilen Pässen auf die schnellen Exslager, Brosinski, Domovchiyski oder Baljak. Erst nach Baumjohann-Eckbällen kam der FCK schließlich nach vorne, wurde dann aber sofort brandgefährlich: Alushis Heber köpfte Sukalo von der Linie (20.), dann scheiterte Zuck mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Wiedwald (20.) und der steil geschickte Idrissou schob die Kugel von der Strafraumgrenze nur Zentimeter am Pfosten vorbei (21.).

Zuck schießt Rote Teufel in Führung

Nach dieser Drangphase nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und verzeichneten Torchancen im Minutentakt. Domovchiyski (26.), Hoffmann (28.) und Brosinski (30.) für Duisburg sowie Baumjohann (27.), Zuck (31.) und Alushi (39.) für Lautern hatten die Führung auf dem Fuß.

Torlos sollte es aber dann doch nicht in die Pause gehen: Idrissou spielte einen Zuckerpass in die Nahtstelle der Viererkette und bediente so den schnellen Zuck. Der war nicht mehr zu halten, lief alleine auf Wiedwald zu und traf mit einem Linksschuss ins kurze Eck (41.). Die Roten Teufel nahmen eine Führung mit in die Kabine.

Domovchiyski bestraft die Lauterer Passivität

Wie schon in der ersten Halbzeit erwischten nach dem Seitenwechsel erneut die Duisburger den deutlich besseren Start. Die Gäste investierten viel und drängten nach vorne. Kaiserslautern agierte sehr passiv, konzentrierte sich ausschließlich auf die Verteidigung und lauerte vorne auf Konter, die nur sehr vereinzelt vorkamen.

So konnten die Gäste mehr und mehr an Fahrt aufnehmen und wurden zwingender. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Exslager schnell um und zwang Sippel mit einem 20-Meter-Schuss zu einer sehenswerten Parade (62.). Die darauf folgende Ecke wurde kurz auf Kern gespielt, dessen Flanke erreichte Lachheb, der erneut am glänzend reagierenden Sippel scheiterte. Doch der Innenverteidiger setzte nach, gab den Ball noch einmal nach innen, wo Domovchyski aus sechs Metern einschob (62.).

Nach dem hochverdienten Ausgleich, mussten die Roten Teufel den Schalter wieder umlegen, schafften dies auch und wurden sowohl griffiger als auch aggressiver. So entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Beide Trainer sorgten mit jeweils drei schnellen Wechseln für neue Impulse. Durch die ständigen Spielunterbrechungen wurde das Spiel aber auch ein wenig zerfahren.

Joker Azaouagh sticht

In der Schlussphase drehten die Hausherren noch einmal auf und erhöhten den Druck. Nach einem langen Ball geriet die Kopfball-Abwehr von MSV-Kapitän Bajic zu kurz. Joker Azaouagh fiel der Ball vor die Füße und jagte die Kugel daraufhin unhaltbar für Wiedwald neben den linken Pfosten (81). In den letzten Minuten warfen die Zebras noch einmal alles nach vorne. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.

Damit ist Duisburg auch nach dem 5. Spieltag ohne einen einzigen Punkt - Kaiserslautern besiegte seinen Heimfluch und gewann seit Oktober 2011 zum ersten Mal wieder vor eigenem Publikum.

Die Roten Teufel haben am kommenden Samstag (13 Uhr) gleich das nächste Heimspiel vor der Brust. Zu Gast ist Hertha BSC. Auch die Zebras spielen vor heimischem Publikum und erwarten tagsdarauf (Sonntag, 13.30 Uhr) die Mannschaft vom VfL Bochum.

 
1. Runde im DFB - Pokal Rostock 1 - 3 FCK

Rostocks Aufholjagd wird nicht belohnt

Fortounis stoppt Rostocker Sturmlauf

An der Ostsee ist die nächste Pokal-Überraschung ausgeblieben. Der FC Hansa Rostock trotzte dem 1. FC Kaiserslautern zwar lange Zeit viel ab, wurde aber kurz nach dem Seitenwechsel kalt erwischt und konnte sich davon nicht mehr entscheidend erholen. Die "Roten Teufel" mussten in der Schlussphase allerdings mächtig zittern, ehe sie ihr Ticket für die nächste Runde im DFB-Pokal in der Tasche hatten.

Lauterns Idrissou gegen Geenen (re.)
Luftkampf: Lauterns Idrissou gegen Geenen (re.).
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Rostocks Trainer Wolfgang Wolf musste auf Holst, der sich beim 0:0 gegen den Chemnitzer FC eine Bauchmuskelzerrung zugezogen hatte, verzichten. Dafür rückte Gunesch in die Innenverteidigung. Außerdem erhielten Mendy und Smetana den Vorzug vor Weilandt und Plat.

Kaiserslauterns Coach Franco Foda plagten ebenfalls Personalsorgen. Im Vergleich zum 2:1-Sieg beim VfR Aalen verteidigte Jessen auf der linken Seite der Viererkette anstelle von Bugera (Prellung).

Die Rollenverteilung war schnell klar: Kaiserslautern war um Spielkontrolle bemüht und kam auch rasch zu leichten Feldvorteilen. Die Rostocker indes suchten ihr Heil in schnellen Kontern - vorwiegend über lange Bälle auf die Außen. Beide Mannschaften brauchten zudem nicht lange, um auf Touren zu kommen. Folglich entwickelte sich zu Beginn ein flottes und unterhaltsames Duell. Klare Torchancen blieben zunächst aber aus, da es hüben wie drüben an zündenden Ideen fehlte.

Erstmals änderte sich das nach zehn Minuten, als Bunjaku einen feinen Pass von Alushi mit Übersicht zu Idrissou weiterleitete. Der Kameruner schoss aber aus guter Position knapp daneben. Etwas später sauste ein Kopfball von Dick nach einer Ecke drüber (15.). Auch wenn sich der Drittligist im Grunde keine klaren Möglichkeiten erspielen konnte, so leistete er dennoch enormen Widerstand und punktete vor allem in der Defensive. Folglich blieb es ein ausgeglichenes Duell, das jedoch in der Folge kaum noch Torraumszenen zu bieten hatte - auch weil es den Pfälzern an Spritzigkeit fehlte.

In der 28. Minute passte Zuck allerdings sehenswert in die Gasse auf Idrissou, der dann nur noch Müller vor sich hatte, diesen im Eins-gegen-eins aber nicht bezwingen konnte. Wiederum zwei Minuten danach zog Alushi gegen den FCH-Keeper den Kürzeren. Mittlerweile hatten sich die Pfälzer ein optisches Übergewicht erarbeitet und darüber hinaus die besseren Torchancen gehabt - es stand aber weiterhin 0:0. Hansa präsentierte sich gut organisiert und ließ hinten im Grunde nichts anbrennen, blieb nach vorne aber äußerst harmlos. Bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte! Dann zündete Mendy plötzlich den Turbo und zwang im Anschluss FCK-Schlussmann Sippel zu einer starken Parade (45.+2).

Doppelschlag von Bunjaku und Zack - Plat sorgt für Spannung

Rostocks Müller ist vor Bunjaku am Ball
Zugepackt: Rostocks Müller ist vor Bunjaku am Ball.
© picture alliance

Torlos ging es demnach nach Wiederanpfiff weiter, das sollte aber nicht lange so bleiben. Borysiuk passte maßgenau zu Bunjaku, der im Strafraum auf der linken Seite viel Platz und zwei Optionen hatte: Flanke in den Fünfer auf Idrissou oder selbst den Abschluss suchen. Der Schweizer entschied sich, es selber zu machen und jagte das Leder aus sechs Metern ins kurze Eck (49.).

Das war ein echter Nackenschlag für die Rostocker, die sichtlich angeschlagen wirkten und prompt die nächste kalte Dusche kassierten: Zuck narrte Marcos gekonnt im Strafraum und erhöhte dann locker auf 2:0 (56.). Wolf reagierte prompt und brachte mit Quaschner, der für Berger kam, einen offensiver ausgerichteten Mittelfeldmann. Und die Hanseaten bäumten sich noch einmal auf. Zweifellos bewies der Drittligist Moral, nur mangelte es dann doch an Qualität. Die Pfälzer hatten in der Folge wenig Mühe, Gefahr vom eigenen Kasten fernzuhalten und spielten ihren Stiefel routiniert herunter.

Doch dann zog Wolf seinen letzten Trumpf und brachte den niederländischen Stürmer Plat. Und dieser stach sofort zu: Der Joker nahm einen langen Ball gekonnt an, vernaschte daraufhin Abel und verkürzte souverän auf 1:2 (77.). Das Tor gab den Rostockern Auftrieb, Hansa warf nun alles nach vorne und brachte den FCK in arge Bedrängnis - Blum (80.) und kurz darauf der eingewechselte Weilandt (85.) verpassten den Ausgleich. Dagegen vergab der FCK über Joker Fortounis gleich zweimal die Vorentscheidung (90., 90.+1). Zwei Minuten später schloss der Grieche einen Konter dann doch noch treffsicher ab, beraubte damit die Rostocker jeglicher Hoffnungen und sorgte zugleich für den 3:1-Endstand.

Beide Mannschaften sind in ihrer jeweiligen Liga wieder am kommenden Sonntag gefordert: Hansa Rostock gastiert beim SV Darmstadt 98 (14 Uhr), der 1. FC Kaiserslautern empfängt den TSV 1860 München (13.30 Uhr).

 
Seit dem 27.02.1987 25. Jahre Betze-Bummler Humes

25. Jahre FCK Fanclub Betze-Bummler Humes e.V.

Samstag 10.03.2012 ab 18:30 Uhr große Feier für alle Mitglieder und geladenen Gäste zum 25. jährigen Vereinsjubiläum im Pfarsaal in Humes.

 
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